Vorwort


Ein Mann - ein Wort. Ein Buch - ein Vorwort. Muss das sein? Bei manchen Büchern wahrlich nicht, z.B. bei Aphorismen-Büchern. Wer sie erwirbt oder hineinschaut, weiß genau, was ihn erwartet. Hinzu kommt, dass über diese knappste Form von Literatur schon eine Fülle von originellen Vorworten, geistreichen Essays und tiefgründigen Abhandlungen existiert. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Anders verhält es sich mit dem Titel: da ist der Autor erklärungspflichtig. Was heißt hier "Labyrinth" im Zusammenhang mit Gedanken? Hat nicht Altmeisterin Marie von Ebner-Eschenbach definiert: "Der Aphorismus ist der letzte Ring einer langen Gedankenkette."? Für den Denkprozess hat sie sicher Recht. Doch woher kommt der erste Gedanke? Und überhaupt: Woher kommen ganz neue Gedanken?

Die Philosophie ist bei dieser alten Frage nicht recht weitergekommen. Inzwischen gibt es neue Hoffnung. Moderne bildgebende Verfahren zeigen, welche Gehirnareale aktiv sind, wenn wir sehen, hören, fühlen und denken. Werden wir es also bald wissen? Vorsicht, Vorsicht! In seinem Gehirn hat jeder ca. 100 Billionen Verknüpfungen von Nervenzellen, sogenannte Synapsen. Wie diese verschaltet sind, ist noch ein tiefschwarzes Rätsel. Keiner weiß, ob es je zu lösen ist. Unter Neurologen heißt es: "Wenn das Gehirn so einfach wäre, dass wir es ganz verstehen könnten, dann würde unsere Intelligenz so niedrig sein, dass wir mit dem Wissen nichts anzufangen wüssten." Vielleicht stimmt das; denn selbst wenn wir nur jene begrenzten Regionen betrachten, die bei bestimmten Vorgängen, wie etwa dem Denken, aktiv sind, ist das neuronale Geschehen hoffnungslos komplex.

Fast symbolhaft erinnert schon das äußere Erscheinungsbild eines Gehirns an eine Figur, die wir Labyrinth nennen. Den Windungen eines Gehirns sieht man förmlich an, dass man sich darin verlaufen bzw. verdenken kann. Auf der zellulären Ebene der Synapsen wird es erst richtig verwirrend. Wie auch immer dort die Gedanken entstehen, das Labyrinth scheint eine geeignete Metapher für diesen geheimnisvollen Vorgang zu sein.

Das Labyrinth hat eine lange und facettenreiche Kulturgeschichte. Einfache Laby-rinthe sind relativ leicht zu konstruieren und finden sich schon als Felsritzungen aus prähistorischen Zeiten. Einen ersten kulturellen Höhepunkt erreicht das Labyrinth in der Mythologie der Griechen. König Minos von Kreta hält ein Versprechen an Poseidon nicht, der daraufhin in dessen Gemahlin Pasiphae die Liebe zu einem Stier entfacht. So wird das menschenfressende Ungeheuer Minotaurus gezeugt, das in einem Labyrinth gefangen gehalten wird. Erst Theseus von Athen kann es töten und findet durch den roten Faden, den ihm die liebende Ariadne mitgab, zu ihr zurück.

Bei den Römern und im Christentum galt das Labyrinth als Symbol für den wechselvollen Lebenslauf. Wie oft glauben wir uns einem Ziel schon recht nah und dann führt uns eine unverhoffte Wendung wieder in eine ganz andere Richtung. Diese Metapher wirkte bis in die Neuzeit. So kommt Friedrich Nietzsche nach jahrelanger Irrfahrt apodiktisch zu dem Schluss: Das Leben ist ein Labyrinth.

Auszüge aus dem Buch - Kapitel A

Das Labyrinth von Chartres


Abend
Abendstund hat Durst im Mund.
Der Tag ist als Anlauf zu einem gemütlichen Abend eigentlich zu lang.
Abends schaut die Nation in die Röhre.
Ein Feierabend ohne Fernseher kommt nur noch im Fernsehen vor.

Abenteuer
Abenteuerurlaub: Man macht aufregende Bekanntschaften und bringt unbekannte Erreger mit.
Die Suche nach einem Parkplatz ist das Abenteuerspiel für Autofahrer.
Die Gründung einer Firma ist eine Abenteuerreise durch den Paragraphen-Dschungel.

Aberglaube
Aberglaube ist infektiös.
Astrologie ist der Glaube an den Aberglauben.
Wenn der Glaube schwächelt, macht sich der Aberglaube stark.

Abgrund
Wer am Abgrund steht, dem bleibt immer noch die Flucht nach vorn.

Abschied
Je später der Abend, desto schöner der Abschied.
In guten alten Hotels wird der Gast mit offenen Händen empfangen und ebenso verabschiedet.
Am intensivsten ist die Nähe beim Abschied.

Abstinenz
Es gibt nicht nur Alkoholiker, auch die Abstinenz fordert ihre Opfer.
Abstinenzler sind punschlos glücklich.

Adel
In langer Tradition stehend, droht der Adel langsam im Mediensumpf zu versinken.
Wie gut, dass die meisten gar nicht ahnen, was sie für Ahnen haben.
Gott adelt keinen.
Der Geldadel hat Zahlen im Blut.

Ärger
Sich über etwas nicht zu ärgern, ist immer eine weise Entscheidung.

Affen
Die Menschenaffen sind unsere Verwandten, die entweder den Zug der Evolution verpasst haben oder dem Zwang zur Arbeit ausgewichen sind.
Die Menschen stammen vom Affen ab, zumindest der Mann.
Wer brüllt, macht sich zum Affen.

AIDS
Die Antwort der Evolution auf AIDS wäre das angeborene Kondom.

Akten
Akten schaffen keine Fakten.
Wenn der Glaube doch auch Aktenberge versetzen könnte.
Ein richtiger Bürokrat würde sich gerne gleich mit zu den Akten legen.

Alkohol
Die Kulturgeschichte zeigt: Götter sind gekommen und gegangen, aber der Alkohol ist geblieben.
Der heilige St. Spiritus hat immer die größte und verlässlichste Anhängerschaft.
Der Alkohol war der missing drink zwischen Evolution und Kultur.
Beim Alkoholiker führt die Leber das Tagebuch.
Passiv-Trinken ist auf Dauer auch nicht gerade gesund.
Alkohol ist keine Antwort, bewirkt aber, dass einem die Antwort egal ist.
Einem richtigen Alkoholiker kann keiner das Wasser reichen.
Alkoholiker haben dem Alkohol ihren Fahneneid geschworen.
Alle reden vom Alkohol, aber nur wenige opfern sich und trinken ihn weg.
"Dass ich nicht trinke, ist mein Bier", sagte der Antialkoholiker.
Alkoholiker sind Patienten, die vor allem bei Unterdosierung leiden.

Alter
Wer sein Alter nicht annimmt, an dem rächt es sich.
Ab einem gewissen Alter sollten Röntgenbilder in den Pass geklebt werden: darauf sieht jeder viel jünger aus.
Böse Menschen werden im Alter bitter.
Mit dem Alter werden die Bretter vor dem Kopf wurmstichiger.
Alter ist ein Zweifrontenkrieg gegen die Vergesslichkeit und das Vergessenwerden.
Je älter einer wird, desto langsamer denkt er, also wähle er die Gedanken in Ruhe sorgfältig aus.
Mit dem Alter nimmt das Interesse an den inneren Organen zu.
Wer einmal berühmt war, wird im Alter unerträglich, weil er immer dasselbe erzählt.
Alt ist, wem die Zukunft egal ist, egal wie viele Jahre er zählt.
Die Altersvorsorge entwickelt sich zur Sorge vor dem Alter.

Ameisen
Ameisenhaufen sind von der Evolution hervorgebrachte Militärlager.
Die deprimierende Aussichtslosigkeit im Ameisenhaufen: Keiner Arbeiterin wird es je gelingen, sich zur Königin empor zu arbeiten.
Das Glück ist ein großer Haufen. (Ameisensprichwort)

Amerika
Wer sich keinen guten Anwalt leisten kann, sollte in Amerika erst gar nicht hinfallen.
In Amerika hat jeder die Chance, Tellerwäscher bei einem Millionär zu werden.
Amerikanische Nächstenliebe: Habe mehr als dein Nachbar und sei ihm dankbar dafür.
In Amerika trägt selbst die nackte Wahrheit noch einen Colt.
In Amerika bleiben die Bürotüren offen, damit der Chef einen gleich rauswerfen kann.
Bei den Gehältern amerikanischer Manager drängt sich der Verdacht auf, dass sie sich selbst schmieren.
Die amerikanischen Rechtsanwälte wollen das Rauchverbot auch auf Friedenspfeifen ausdehnen.
Irgendwann werden amerikanische Anwälte nach Naturkatastrophen Gott verklagen.
Amerika ist immer noch gefährlich: da kann tatsächlich jeder Präsident werden.
Ein Amerikaner fühlt sich nur sicher, wenn er das Gefühl hat, genügend Geld für gute Rechtsanwälte zu haben.
Die Amerikaner fürchten die Außerirdischen nicht, es sei denn, diese würden ihnen die Dollars wegnehmen.
In amerikanischen Großstädten gibt es Viertel in blühender Verwahrlosung.
Die Versicherungssucht der Amerikaner beruht nicht nur auf Vorsorge, sondern auf dem Bestreben, auch noch aus jedem Unglück Kapital zu schlagen.
Die Amerikaner werden keine Ruhe geben, bis es ihnen gelingt, Dollars zu clonen.
In Amerika wird die Schadenfreude durch die Schadenersatzfreude ersetzt.
Für die Amerikaner ist eine gefüllte Brieftasche Ausdruck eines erfüllten Lebens.
In Amerika sind die Freunde so lästig wie die Verwandten.
In den USA wäre eine humane Todesstrafe denkbar: Tod durch lebenslanges Kettenrauchen.
Irgendwann werden die USA sich selbst verklagen und mit dem Schadensersatz ihren Haushalt sanieren.

Amt
Jedem, dem Gott ein Amt gibt, dem gibt er auch Verstand – deswegen bemühen sich so viele um ein Amt.
Auf einem Amtssessel ist gut Prinzipienreiten.

Angebot
Wer ein gut gemeintes Angebot in den Wind schlägt, darf sich nicht wundern, wenn er Sturm erntet.
Den 10 Geboten Gottes setzt der Teufel 1000 Sonderangebote entgegen.

Angst
Es war sicher die Angst, die intelligente Primaten in die Evolution zum Menschen getrieben hat.
Angst allein macht nicht unglücklich, es gehören auch Sorgen, Ärger und Misstrauen dazu.

Aphorismus
Der Aphorismus ist das Integral eines Gedankens.
Aphorismen sind Gedanken mit einem Fadenkreuz.
Aphorismus? Ja, weil das Leben zu kurz ist für lange Texte.
Aphorismen sind scharfkantige Gedankensplitter.
Ein guter Spruch ersetzt viel Gerede.
Aphorismen sind Gedankendestillate.
Treffende Aphorismen sind verbale Cartoons.

Aphoristiker
Aphoristiker sind die Minimalisten unter den Literaten.
Autoren sind Schriftsteller, Aphoristiker wollen Wortsteller sein.
Aphoristiker sind verbale Asketen.
Aphoristiker sind keine Dichter, sondern Verdichter.
Den Umweltpreis für Aphoristiker! Keiner verbraucht so wenig Papier für so viele Gedanken.

Arbeit
Eine dauerhafte Arbeitslosigkeit kann in eine Immunschwäche der Gesellschaft übergehen.
Durch die zunehmende Verkürzung der Arbeitszeit wird Europa zum Feier-Abendland.
Lieber sich zu Tode arbeiten als sich zu Tode langweilen.
Freude an der Arbeit lässt sich nicht delegieren.
Wer Alibis sammelt, kommt kaum zum Arbeiten.
Wenn die Arbeit Spaß machen würde, hätten wir die beste Spaßgesellschaft.
Nichts hält so sehr von der Arbeit ab wie Arbeitsberichte.
Arbeit vorzutäuschen verdient Gefahrenzulage.
Arbeitswut ist eine weitverbreitete Berufskrankheit.

Arbeitsteilung
Arbeitsteilung begünstigt immer den, der sie verteilt.

Argumente
Je dicker die Luft, desto dünner die Argumente.
Schlagende Argumente schaffen sich Respekt.
Wenn Argumente fehlen, wird gern befohlen.

Armleuchter
Das Licht am Ende des Tunnels erwies sich als Armleuchter.
Lichterketten ziehen auch Armleuchter an.

Armut
Armut prägt, Luxus deformiert.
Die "neue Armut" des Wohlstandes ist der Mangel an Lebenssinn.
Armut macht das ganze Leben zu einem Abenteuer.
Keine Gesellschaftstheorie hat geschafft, was die Religionen bieten: Armut ohne Erniedrigung zu ertragen.

Arroganz
Zum Arroganten gesellt sich gerne eine Arrogans.
Arroganz ist die Ausgehkleidung des Dünkels.

Arzt
Einem gesunden Arzt fehlt die praktische Erfahrung.
Die eigentliche Sprechstunde findet im Wartezimmer statt; beim Arzt wird nur gefragt.
Ob er will oder nicht, der Arzt ist für die Patienten immer noch mehr oder weniger ein Medizinmann.
Der Patient liefert dem Arzt ein paar diffuse Symptome und der Arzt macht daraus eine komplette Krankheit.
Gute Ärzte überzeugen ihre Patienten so von ihrer Gesundheit, dass diese fest an ihre Unsterblichkeit glauben.
Weil der Arzt ihm das Salz verboten hatte, verweigerte der Patient die gesalzene Rechnung.
Schein oder nicht Schein, das ist des Arztes Frage.
Der Arzt studierte seine Analysenwerte – der Patient fühlte sich wie ein Haufen elender Zahlen.
Den Mediziner interessiert die Krankheit, der Arzt kümmert sich um die Gesundheit.
Du sollst den Arzt nicht vor der Heilung loben.
Beim Arzt holt man sich Rat und in der Apotheke Hoffnung.
Ein guter Arzt kann eine Krankheit direkt zum Erlebnis machen.
Ein Arzt – und in dir wächst Hoffnung;
zwei Ärzte – und in dir wächst Zweifel.

Asket
Ein Asket berauscht sich an der Entbehrung.
Asketen sind Athleten des Verzichts.

Astrologie
Astrologie ist der Versuch, Unwissenheit durch Aberglauben zu überwinden.
In der Seefahrt ersetzen die Satelliten schon die Sterne, die Astrologie wird sich umorientieren müssen.

Asyl
Hoffentlich gewähren die Götter der unterschiedlichen Religionen sich gegenseitig Asyl.
In der Schweiz bekommt jedes Geld Asyl.
Nichts auf der Welt hat Asyl so nötig wie die Wahrheit.

Atem
Mit dem letzten Atemzug verlassen wir unser Leben.

Atheist
Der Atheist führt ein gottverlassenes Leben.
Auch Atheisten haben einen gesegneten Appetit.

Auferstehung
Wegen der Auferstehung leistet der Tod Sisyphus-Arbeit.
Das Gesetz von der Erhaltung der Masse gibt dem Glauben an die Auferstehung zumindest eine materielle Basis.

Aufgabe
Die wichtigste Aufgabe ist die Suche der wichtigsten Aufgabe.
Der Anfänger muss an seine Aufgabe glauben, der Könner geht in ihr auf.
Groß fühlt sich, wer seinen Aufgaben gewachsen ist.

Aufklärung
Die moderne Aufklärung: Es herrscht der kategorische Präservativ.
Adam und Eva sind das Urbeispiel für die Folgen fehlender Aufklärung.

Augenblick
Augenblicke sind Quanten der Ewigkeit.
Der Augenblick ist das poröse Diaphragma, durch das die Zukunft in die Vergangenheit sickert und erstarrt.
Ausrede
Erfolgsmeldungen sind immer schlicht, üppig dagegen die Ausreden.
Eine phantasievolle Ausrede schmückt die Niederlage.
Wo kein Wille ist, findet sich die Lust an Ausreden.
An ihren Ausreden sollt ihr sie erkennen.

Auto
Durch den Wald von Verkehrszeichen bewegen sich die Autos wie Schilder-Kröten.
Die Autoschlange macht giftig.
Wer sein Auto zu wichtig nimmt, macht es zum Laster.
Wer Autos sät, wird Schrott ernten.
Manche halten die Autobahn für eine Wüstenpiste – jedenfalls verhalten sie sich wie Kamele.
In den Städten streunen immer Autos auf der Suche nach einem Parkplatz herum.
Schnelle Fahrten sind Abkürzungen zum (Auto-)Friedhof.
In Autowerkstätten wird heutzutage weniger repariert als vielmehr operiert, und entsprechend berechnet.
Früher gab Rost den Autos Würde.
Dieses Elend: Nachts sind die Straßen voll von obdachlosen Autos.
Menschen und Autos haben nur eines gemeinsam: Je älter sie werden, desto mehr Sprit verbrauchen sie.
Urlaub mit dem Auto: Man staut sich so durch.
Durch die vielen Polizeikontrollen wird das Autofahren entweder zu einem Aufmerksamkeitstest oder zu einer Blitzfahrt.
Das größte Wunder der Evolution: Unsere Füße sind so geformt, dass wir im Auto bequem Gas geben können.
Das Jenseits ist auch mit dem Auto zu erreichen.

Autofahrer
Verwegene Autofahrer rasen dem Tod auf die Schippe.
Fußgänger sind Autofahrer auf dem Weg vom oder zum Parkplatz.
Wenn ein Autofahrer mal zu Fuß gehen soll, wird er ganz fahrig.
Autosticker: Wenn ich anfange einzuparken, bringen Sie sich besser in Sicherheit.
Das größte Risiko für das Auto ist der Fahrer.
Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, ich würde heute noch mein Auto waschen.
Was nützt einem Ochsen am Steuer ein Tiger im Tank?
Das rote Licht hat eine längere Wellenlänge als das grüne – das weiß jeder Autofahrer vor den Ampeln.
Der Auto-Fan: Ich gebe Gas, also bin ich.

Autor
Wen Pegasus aus dem Sattel wirft, der lässt sich als experimentellen Autor feiern.
Erfolgsautoren beschreiben einen Film, den sie hinterher gern sehen würden.
Bei Bestsellerautoren wird aus Pegasus ein Dukatenesel.

Autorität
Autorität beginnt, wenn andere freiwillig zuhören.
Wenn Autoritäten Mist machen, dann sind es Kunstfehler, wenn Künstler Fehler machen, dann ist es Mist.
Autorität heißt Einfluss haben, nicht Eindruck machen.

Definitionen von A bis Z


A
Abenteuer-Urlaub: Tanz auf dem Vulkan
Abstinenz: Ein Pyrrhussieg über die Freude
Ärger: Frustgewinn
Akademischer Alkoholiker: Äthanoliker
Aktien: Gequantelte Besitzherrschaft
Alkohol: Rein vegetarisches Getränk
Amerikanisch: Gekautes Englisch
Amerikanische Fernsehserien: Fast-Food-Entertainment
Amerikanische Freiheit: Jeder kann schalten und rechtsanwalten wie er will
Amtsgebäude: Bürokratie-Gewächshaus
Amtsschimmel: Penicillium buerocraticus
Antialkoholiker: Fahnenflüchtige
Aphorismensammlungen: Massentierhaltungen für geflügelte Worte
Aphorismus: Verdichtete Dichtung
Aphoristiker: Kurz-und-knapp-Denker
Arroganz: Selbstwerteutrophie
Arteriosklerose: Jahresringe in den Adern
Astronauten-Anzug: Vakuumstandskleidung
Atheismus: Risiko und Nebenwirkung der Religion
Auto: Carkotikum
Autogesellschaft: Schwerter zu Stoßstangen und Gummiknüppel zu Reifen
Auto-Messe: Car-neval
Autopsie: Ultimative Nachsorge-Untersuchung

B
Banker: Krieger vom Stamm der Zinsfuß-Indianer
Bauernregel: Regen ist Silber, Dünger ist Gold
Bauernweisheiten: Aphorismen im Trachtenanzug
Behörde: Vorsicht Amtsmienen!
Beichte: Schnellreinigung für verschmutzte Gewissen
Berlin: Hauptstadt der Erregung
Bestsellerautor: Leserattenfänger
Bett: Beliebtestes Naherholungsgebiet
Bettler vor der Börse: "He, ham Se mal 'n Tipp für mich?"
Bibelübersetzung (modern): Christus ist ins Jenseits gebeamt
Black out: Wenn der Computer im Kopf abstürzt
Börse: Tempel, in dem der Teufel los ist.
Bonsai-Profit: Besondere Form des Asien-Geschäftes
Boxen: Lingua fausta
Bürokraten: Stempelkissen-Kaste
Bundespresseamt: Informationsbedürfnisanstalt

C
Calvinismus: Lobet Gott und liebet Geld
Carbon: Erdzeitalter, das an den Kohle-Subventionen Schuld ist
Chaos: Prä-Paradies
Choleriker: Schimpfomane
Christianisierung: Vom Regen in die Taufe
City: Teil der Städte, wo es von Banken wimmelt und Bänke fehlen
Columbus-Effekt: Über den Irrtum zum Erfolg
Computer: In einer harten Schale steckt ein softer Kern
Computer: Intelligenz-Prothese
Concorde: Überschall mit Pleitegeier
Consultants: Männer mit Ratkraft
Consulting: Unterweisung für Überweisung
Couch: Werkbank der Psychiater

D
Demagoge: Phrasendreschflegel
Demagogie: Zuerst einseifen und dann ein Bad in der Menge nehmen
Denken: Surfen im Brain-net
Deutsche Autobahn: Fast-foot-highway
Dialekt: Verbaler Widerstand gegen sprachliche Obrigkeit
Dienstweg: Jagd-Revier für Papier-Tiger
Diktatur: Es gilt das unterdrückte Wort
Diktatur: Radikales Abführmittel
Diktatur: Spitzbuben kommen an die Spitze
DNS: Der alte Zopf der Evolution
Dogmatiker: Hausdiener in Theoriengebäuden
Dogmen: Versteinerte Vorurteile
Doppelmoral: Immer eine in Reserve
Dudelsack-Spielmannszug: Rock-Musik

E
EDV-Anfänger: Bildschirmling
Egoismus: Die Leere vom Du
Ehrgeiz: Lieber ungeliebt als ungelobt
Eigenlob: Beliebte, wenn auch penetrante Duftnote
Elektronik: Der Teufel steckt in den Platinen.
Emanzipation: Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit
Emmentaler-Bildung: Mehr Löcher als Substanz
Entbürokratisierung: Jagd auf Papiertiger
Entrüstung: Anlegen einer moralischen Rüstung
Enttäuschung: Gerechte Belohnung für unberechtigte Hoffnungen
Erbgut: Anmaßende Definition schlechter Veranlagungen.
Erfahrungsaustausch: Gegenseitige Erläuterung der eigenen Vorurteile.
Erfolg: Früh aufstehen, hart arbeiten und abends die richtigen Leute treffen
Erfolgloser Trainer: Träner
Erinnerung: Cerebrales Play-back
Erinnerung: Das Leben im Rückspiegel
Erkenntnis: Licht im Gehirn
Erziehung: Dressur des inneren Schweinehundes
Evolution: Vom Neandertaler zum Jammertaler
Evolution des Menschen: Die Kiefer wurden schwächer und die Ellbogen kräftiger
Evolution des Menschen zum Computer: Vom Nabel zum Kabel
Evolutions-Sprung: Von der aufrechten Gangart zur Gangschaltung

F
Familienplanung: Just-in-time-Kinder
Fanatismus: In Gärung geratene Vorurteile
Fehlerfreundlich: Er war freundlich, das war sein Fehler
Feierabend: Rin in die Pantoffeln, raus aus die Pantoffeln
Fernsehen: Erlebnisprothesen
Fernsehen: Der Mensch ist auch geistig ein Allesfresser
Fettleibigkeit: Folge von Ess-kalation
Filz: Innenausstattung vieler Behörden
Fliehkraft: Entwickeln Faulenzer vor der Arbeit
Flirt heute: To bed or not to bed, that is the question
Flugzeugzusammenstoß: Der Tod schlägt zwei Flieger mit einer Klappe
Fortschritt: Irrtümer und Fehler werden komplizierter und folgenschwerer
Fortschritt: Von der Sintflut in die Printflut
Frankreich heute: Egalité, Fraternité, Club Mediterranée
Fremdwörter: Verbale Asylanten
Freund französischer Rotweine: Francoholic
Friedhof: Letzte Haltestelle vor dem Jenseits
Frohnatur : Optimismus- Fundamentalist
Fußnote: Störende Handreichung
Futurologie: Zukunftsarchäologie

G
Gedicht: Ikebana mit Worten
Geheimdienste: Unterwandervereine
Gehirn: Graue Eminenz unseres Wesens
Gehirntod: Absturz der cerebralen Festplatte
Gehirntod: Das Bewusstsein ist abgestürzt.
Geld: Liebe deinen nächsten Ersten
Gericht: Striptease-Etablissement für die Wahrheit
Geschäftliche Beziehungen: Gemeinsame Interessen jenseits von Sympathie
Geschichte: Sündenregister der Menschheit
Gesellschaftskritiker: Zeitgeistlicher
Gewinnwarnung: Verlustgewinn-Erwartung
Globalisierung: Die Reichen aller Länder vereinigen sich.
Globalisierungsphänomen: Menschen kommen und Arbeitsplätze wandern aus
GmbH: Gesellschaft mit beschränktem Horizont
GmbH: Gesellschaft mit beschränkter Hilfsbereitschaft
GmbH: Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung
Große Philosophen der Unordnung: Chaotse und Konfusius
Grüne: Fahnenflüchtige des Fortschritts
Grüner Tisch: Für die Betroffenen ein rotes Tuch

H
Habgier: Materielle Aggressivität
Heimzahlen: Zurückmünzen
Heimzahlung: Beliebte Art, Rechnungen zu begleichen
Herzinfarkt: Coronares Verwundetenabzeichen der Leistungsgesellschaft
Hierarchien: Bürokratisches Kastenwesen
Hölle: Satanatorium
Holzkopf: Redet bevorzugt Blech
Homo oeconomicus: Konsum-Affe, der reflektorisch kauft
Hormone: Nebenregierung der Drüsen
Hunde bellen: Eine Karawane scheint weiterzuziehen

I
Idealisten: Wolkenkuckucksheimer
Ideologien: Intellektuelle Gatter für Schafherden
Idylle: Ruhige Datenbank in schönem Industriepark
Image: Persönlichkeitsmaske
Image: Virtuelles Double
Imker: Bienen-Zuhälter
Immobilien: Sesshaftes, arbeitsscheues Kapital
Imperativ (modern): Handle so, als seiest du auf Sendung
Inflation: Das Geld hat Krebs und wuchert
Inflation: Kapitalsünde
Inflation: Statt frischer Ware täglich frische Preise
Inflation: Zinsfuß in Laufschuhen
Innere Einkehr: Vorstoß ins Niemandsland
Inquisition: In dubio pro diabolo!
Intelligenz-Spektrum: Von Infradumm bis Ultraklug
Irrtümer: Sterben nicht von alleine, müssen niedergeschlagen werden
Irrtum: Fehlurteil eines Denkprozesses
IT-Branche: Zukunft.com!

J
Jet Set: Wohlstands-Vagabunden
Job-Angebot: Arbeiten Sie für uns, wir holen das Beste aus Ihnen heraus
Joint venture: Intimste Form des Wettbewerbs
Joint venture: Von der Fusion in die Konfusion
Journalisten: Fachsprachen-Übersetzer
Jubiläums-Redner: Dank-Wart
Judo: Hinreissender Sport
Jugend: Diktatur der Hormone
Jugend: Ist nie, was sie früher auch nicht gewesen ist

K
Karriere-Alternative: Zum größten Problem seines Chefs werden
Kaugummi: Beitrag Amerikas zur Esskultur
Klapperstorch: Gynäkologischer Weihnachtsmann
Kneipe für Philosophen: Denk-Bar
Kochbücher: Bilder als Futter-Morgana
Kommunikations-Kettenreaktion: Ein Wort spaltet das andere
Kompendien: Intellektuelles Kraftfutter
Konjunkturprognosen: Wettervorhersagen fürs Wolkenkuckucksheim
Konsumgesellschaft: Zuvielisation
Korruption: Entscheidungshilfe durch bestechende Argumente
Korruption: Schleichweg zum Erfolg
Kosmetik: Gesichtswissenschaft
Kosmetik für Intellektuelle: Niveau-Creme
Kosmetikerinnen: Hautfrauen
Krawalle: Molotow-Cocktail-Parties
Krieg: Heute ist Gott mit den besseren Computern

L
Lebenslauf: Ich kam, sah und siechte.
Lehre von der Gewaltlosigkeit: Propagandhi
Listen-Wahl: Wahl von Listigen
Lumpen: Sind nicht die aus der Art geschlagenen Verwandten der Lappen
Luxus: Entartete Verschwendung
Luxus: Kult um das Unnötige
Luxus: Lieblingsort der Langeweile
Luxus: Überfluss an Überflüssigem

M
Mannequin: Anziehpuppe
Massenkunststoff: Eimer für alle
Massentourismus: Die Menschen zugvögeln
Meinung: Integral der Vorurteile
Mensch: Ein Emporkömmling der Evolution
Mensch: Säugling in der Milchstraße
Menschen: Das sind doch diese Lümmel aus der letzten Reihe der Evolution?!
Mischehen: Getrennt beten, gemeinsam sündigen!
Mitgift: Starkes Aphrodisiacum
Mittelalter: War gar nicht finster, die Scheiterhaufen gaben reichlich Licht
Mode: Extracorporaler Stoffwechsel
Moderne Kunst: Zur Provokation reicht auch wenig Talent
Moderne Malerei: Variationen zum Thema moderne Kunst
Moderner Amerikaner: Kau-boy
Modernes Sterben: Die Herz-Lungen-Maschine erhält die letzte Ölung
Modernste Schönheitschirurgen: Das Image wird geliftet
Moral: Maulkorb für den inneren Schweinehund
Müll-Problem: Die Kehrichtseite des Wohlstandes

N
Nachrichtensprecher: Hiobsbotschafter
Nächstenliebe: Auforderung zum Gewohnheitswohltäter
Natur: Besitzt das einzige lückenlose Gesetzeswerk
Neon-Persönlichkeit: Hell, aber farblos
Niedergeschlagenheit: K.o. der Seele
Notlüge: Bikini für die nackte Wahrheit
Nostalgie: Geisterfahrt in die Vergangenheit
Notlüge: Verlegenene Rettung durch Verlogenheit
Nouvelle cuisine: Dekorative Proben von Speisen
Nullwachstum: Rasend machender Stillstand

O
Öffentlicher Haushalt: Budget, in dem alles versteckt werden kann
Ökologische Waffen: Zurück zur Schießbaumwolle
Olympischer Sozialstaat: Mitnehmen ist alles!
Ordnung: Prä-Chaos
Organigramm: Unterordnungs-Schema
Organisationen: Je größer, desto mehr Chancen für das Peter-Prinzip
Orthografie: Schriftverkehrsordnung

P
Parkplatz: Erstes Erfolgserlebnis eines Stadtbummels
Parlament: Jagdrevier für Sündenböcke
Passiv-Rauchen: Vergifte keinen Nächsten wie dich selbst
Pathos: Emotionaler Hohlkörper
Perversion: "Ruf an – und schweige mit mir!"
Pessimisten: Wermutstropfen-Spender
Pfau: Größenwahnsinniger Hühnervogel
Phantasie: Endogenes Fernsehen
Phantast: Einbildungskraftprotz
Phrasophobie: Gemeinplatzangst
Plagiart: Nachgeahmte bildende Kunst
Planungschef: Kapellmeister für Zukunftsmusik
Platons Trost: Die Idee vom Menschen wird den Menschen überdauern
Playboys im Auto: Chromprinzen
Play truth: Ein Magazin voller nackter Wahrheiten
Politiker im Amt: Klebewesen
Politiker-Motto: Mit leeren Händen alles im Griff
Praxis: Abenteuerspielplatz für Theoretiker
Pressekonferenzen: Organisiertes Gackern
Profilabdruck: Autogramm
Prognose (die wichtigste): Prognosen werden immer unsicher bleiben
Prophet der Marktwirtschaft: Johannes, der Käufer
Psychotherapeut: Tierarzt für den inneren Schweinehund

Q
Qualität: Achtung vor dem Kunden
Quantenmechanik: Gilt dort, wo die Mechanik nicht gilt
Quarks: Erde zu Erde, Staub zu Staub, Atome zu Atomen und Quarks zu Quarks

R
Rabatt: Abzug des Aufschlags zur Erlangung des Zuschlags
Radikaler Feminismus: Femischismus
Regenbogenpresse: Bed news are good news
Regenbogenpresse: Flitteratur
Regierungswechsel: Phrasenumwandlung
Reise-Agenturen: Fernweh-Anstalten
Religion: Soul ware
Reue: Den inneren Schweinehund zur Sau machen
Roboter-Ende: Roste sanft!
Romantik: Beliebter Baustil für Luftschlösser
Ruhestand: Duty-free-life

S
Sandstrahlgebläse: Sturm der Entrostung
Sarg: Endzweckmöbel
Schadenfreude: Gallenhumor des Neides
Schamröte: Altmodisches Make-up
Scharfe Zunge: Verbale Machete
Schlagworte: Dreschflegel für leeres Stroh
Schlagworte: Schlagbäume für das Denken
Schlagzeile: Informations-Knüppel
Schlechtes Gewissen: Überfunktion der Schulddrüse
Schönheitsoperation: Dermatolüge
Schutzpatron der Börse: St. Spekulantius
Schwere Parfüms: Pheromon-Keulen
Selbstgespräche: Vorsicht, das Gewissen hört mit!
Selbstmord: Der Versuch, sich beim Tod einzuschmeicheln
Selbstmord: End-Scheidung
Sentimentalität: Oberflächliche Gefühlstiefe
Serendipity: Wenn Zufall und Scharfsinn zusammentreffen
Silikon Valley: Dekolleté von Filmsternchen
Skrupel: Vorrauseilende Reue
Small talk: Konserven-Konversation
Small talk: Das Gehirn läuft hochtourig im Leerlauf
Sozialismus: Der Arbeiter ist gut, aber die Funktionäre sind besser
Sparer: Zins-Fuss-Volk
Spielkasino: Zeitvertreibhaus
Spin-offs: Fallobst vom Baum der Erkenntnis
Sportler-Regel: Reden ist Silber, Schwitzen ist Gold
Sportwagen: Autos für Leute, die keinen Sport mehr wagen
Sprichwort: Domestiziertes geflügeltes Wort
Sticheln: Psychische Akupunktur
Stille: Akustischer Notstand
Stoiker: Fanatiker der Anteilslosigkeit
Styx: Wir kommen alle in dasselbe Boot

T
Taufschein: One-way-ticket ins Paradies
Testament: Letzte Gelegenheit zur Rache vor der Fahrt ins Jenseits
Titel für den Dekan der Wirtschaftswissenschaften: Rentabilität
Titel für Milliardäre: Seine Nullität
Tod: Absoluter Nullpunkt der Lebensqualität
Tod: Ultimativster Abenteuerurlaub
Totalitäre Regime: Gesinnung zählt mehr als Leistung
Touristen-Lob: Hier ist es fast so schön wie im Fernsehen
Trachten: Traditions-Smoking
Traumjob: Besitzer eines Luftschlosses
Trinker-Grabspruch: Friede seiner Flasche
Trost: Seelische Wundpflege

U
Überfluss: Eutrophie des Wohlstands
Umsatz: Wichtigster Satz der Betriebswirtschaftslehre
Universalsprache: Small talk
Universität: Wenn du alles verstehst, bist du im falschen Kurs
Unsterblichkeit: Unsere Seele macht sich aus dem Staub.
Uraufführung: Zuerst macht das Orchester Lärm, dann schlägt das Publikum Krach
Urlaubskarte: Bild vom Soll-Zustand
Utopien: Zukunftsausschweifungen

V
Vacuumhang: Des Kaisers neuer Mantel
Vatertag: Pantoffelhelden-Gedenktag
Verbrechen der Historiker: Verbrecher zu Helden zu machen
Vergessen: Mentales clean-up
Verhandlungsergebnis: Kompromist
Verkalkung: Cerebrale Inkrustation
Verkehrszeichen: Autoglyphen
Vernunftehe: Mann & Frau
Vielologie: Lehre von der Habgier
Vorahnung: Neuronales Wetterleuchten

W
Wahlkampf: Organisiertes Versprechen
Wahlkampf: Politischer Voodoo-Kult
Wahlkampf-Veranstaltung: Versuch zur Erregung öffentlicher Zustimmung
Wahlvolk: Stimmvieh und Konsumherde
Wegwerfgesellschaft: Go waste!
Weibliche Fachleute: Experteusen
Weihnachten: Familien-Feste-Druff
Weihrauch: Theo-Deo
Weinen: Psychohydraulische Entlastung
Weinen: Gefühlsflut tritt über die Ufer
Weinfreuden: Das Gegenteil von Freude am Weinen
Weitverbreitetes Adelsgeschlecht: Die "von Obenherab"
Weltall: Vakuumwelt
Werbung: Das alte Produkt ist tot, aber das Leben geht weiter
Werbung: Reden ist Silber, Schönreden ist Gold
Windkraftwerke: Hochsubventionierte Gebetsmühlen der neuen Ökopriester
Wirtschaftswunder, das erwartet wird: Die Leute werden sich noch wundern!
Wohlfahrtsstaat: Nehmokratie
Wut: Geballte Gefühle

Z

Zahnarzt-Devise: Eiter-Herd ist Goldes wert
Zauberlehrling: Antiquierter Begriff, heute: Magie-Azubi
Zebrastreifen: Ampelpfade
Zeitgeist: Neurosen einer Gesellschaft
Zeitung, die noch fehlt: "BALD" – das Journal für die nahe Zukunft
Zelle: Gefängnis für die Gene
Zivilisation: Die gefährlichen großen Tiere wurden durch die hohen Tiere ersetzt
Zölibat: Entschluss zum evolutionären Ausstieg
Zukunft: Reiches Vorratslager an guten Vorsätzen
Zukunftsforscher: Szenarien-Maler
Zuversicht: Hoffnung, die sich selbst Mut macht
Zweifel ist fruchtbar: Kaum gesät, schon wuchert er