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Vorwort


Das beste Vorwort ist der Verzicht auf ein Vorwort.

Zum Inhalt

Das Paradoxon ist ein logisches Problem, das auf Grund seine Selbstbezüglichkeit nicht lösbar ist. Als der antike Philosoph Epimenides aus Kreta den neugierigen Athenern verkündete, alle Kreter seien Lügner, erkannten sie, dass er sie in eine logische Falle gelockt hatte. War der Bursche nicht selbst ein Kreter? Also was war nun richtig? Die alten Griechen beschäftigten sich intensiv mit diesem Problem und fanden viele Beispiele dafür. In die Lehre der Rhetorik wurde das Paradoxon gezielt eingebaut, um den Gegner zu verwirren. Diese Wirkung zeigt es heute noch. Auch in Texten, Vorträgen oder Reden weckt ein Paradoxon oder eine paradoxe Formulierung Aufmerksamkeit. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass viele kluge und pfiffige Autoren das Paradoxon gezielt nutzten. Aus eigenem Interesse wurden diese seltsamen Blüten am literarischen Lebensweg gesammelt. Das dabei entstandene Büchlein soll Interessierten die mühsame Suche erleichtern. Menschen, die viel reden und kommunizieren müssen, mag es unterhaltsame Anregungen bieten. Wie ermunternd wirkt z.B. ein Schlusssatz, den wir Johann Nepomuk Nestroy verdanken:"Wenn alle Stricke reißen, häng ich mich auf".


Auszüge aus dem Buch...


Mit jemandem so richtig abrechnen lässt sich nur in Worten.

Ausdauer ist Geduld in Aktion.

Angst ist ein Antrieb, der bremst.

Die Ablehnung ist das Erfolgserlebnis der Bürokraten.

Für den Experten ist das Detail das Wesentliche.

Dem Fortschritt verdanken wir die Nostalgie.

Die Friedhöfe sind die Biotope der Großstädte.

Gesundheit ist ein bedenklicher Zustand, der langfristig nichte Gutes verheißt.

Alles wird gut - und nichts wird besser.

Sich für alles zuständig zu fühlen, ist echte Inkompetenz.

Die häufigste Kommunikationsform ist das Mißverständnis.

Wer beim Denken nicht auf ein Paradoxon stößt, hat zu früh aufgehört zu denken.

Aus dem Rahmen zu fallen, ist ein beliebter Trick, um sich ins Bild zu bringen.

Für die Reise ist es Nebensache, was wir packen; wichtig ist, was wir zu Hause lassen.

Wer das Sagen hat, kann sich das Schweigen leisten.

Je schwärzer die Schafe, desto bunter ihr Treiben.

H.-J. Quadbeck-Seeger


Paradoxe Grafiken